Häufige Fragen unserer Kunden

Milch und Qualität

Milch und Milcherzeugnisse werden auf dem Weg zum Verbraucher auf mehreren Ebenen kontrolliert. Sie zählen daher zu den sichersten Lebensmitteln:

– Auf der Ebene des Erzeugers werden die Milch jeder einzelnen Kuh und der Betrieb als  solches regelmäßig untersucht und bewertet.

– Weiter nimmt die große Meierei bei jeder Abholung eine Milchprobe und ermittelt die Qualität der Rohmilch.

– Auch in unserer Hofmolkerei erfolgt bei den Endprodukten eine regelmäßige Prüfung auf Unbedenklichkeit durch ein unabhängiges Untersuchungslabor.

 

Hintergrund Milchunverträglichkeit

In Europa besteht bei etwa 20 % der Bevölkerung eine Milchunverträglichkeit. In anderen Teilen der Welt, z.B. Asien, sind es sogar 80% der Bevölkerung. Ursache hierfür sind vor allem Störungen in der Verdauung von Milchproteinen und Milchzucker (Laktose).

Die Unverträglichkeiten sind im Allgemeinen als Laktose-Intoleranz und Kuhmilchprotein-Intoleranz bekannt.

 

Bei der Laktose-Intolerenz produziert der Mensch nicht mehr das Enzym Laktase, welches den Milchzucker im Darm abbaut, damit es vom Körper über die Darmwand aufgenommen werden kann. Damit verbleibt es im Darm und die Darmbakterien machen sich über den Milchzucker her. Es treten unangenehme Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen auf.

Dennoch können Menschen mit einer Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktose) bestimmte Milchprodukte, wie z- B. Jogurt und Käse, genießen.

 

Bei der Kuhmilchprotein-Intolerenz können beim Menschen auf einzelne Proteinkomponenten, die in der Milch enthalten sind, antigene Reaktionen ausgelöst werden. Es zeigen sich allergische Reaktionen wie Durchfall, Entzündungen der Nasenschleimhaut oder Hautveränderungen. Seit dem Einsetzen der künstlichen Säuglingsernährung und seiner Verbreitung in der gesamten Bevölkerung wurde die Unverträglichkeit der Kuhmilchproteine zum Problem.

 

Warum die Nordeuropäer dennoch zu den besten Milchtrinkern gehören?

Naturgemäß wird nach dem Abstillen beim Säugling die Produktion des Enzyms Laktase eingestellt. Die Fähigkeit auch im Erwachsenenalter noch Milchzucker zu verdauen, haben wir einer zufälligen Genmutation zu verdanken, die vor circa 8.000 Jahren entstanden sein muss. Unsere Vorfahren lebten damals als Viehhirten in den kargen Regionen Nordeuropas mit ihren harten Wintern. Diejenigen, die die Genmutation hatten und Milch vertrugen, konnten in Zeiten der Nahrungsmittelknappheit auf die Milch ihrer Rinder zurückgreifen. Diese Menschen waren eindeutig im Vorteil. Sie waren dank der Milch besser genährt und mit vielen wichtigen Nährstoffen versorgt. In nur 8.000 Jahren – evolutionsbiologisch gesehen eine sehr kurze Zeit – hat sich das „Milchtrinkergen“ in Europa recht erfolgreich durchgesetzt.

 

Ist regelmäßiges Milchtrinken noch zeitgemäß?

Vollmilch ist für jeden gesunden Menschen geeignet. In der Vollmilch sind mehrere fettlösliche Vitamine enthalten. Das sind die Vitamine E, D, K und A. Vor allem das Vitamin D, das wir normalerweise unter Sonneneinstrahlung bilden können, ist wichtig für eine gesunde Kalzium-Aufnahme.

Gesundheits-Tipp: Milch sollte aufgrund seines hochwertigen Nährgehaltes nicht als Durstlöscher gesehen werden. Milch ist vielmehr ein Bestandteil einer Mahlzeit oder als optimale Zwischenmahlzeit einzusetzen. Wer nicht zwingend auf seine Linie achten muss, sollte wegen der Vitamine und den Fettsäuren ruhig öfters mal zur Vollmilch oder Milchprodukten greifen.

 

Warum setzt sich auf der Milch eine Rahmschicht ab?

Der natürliche Fettanteil in der Milch (mind. 3,8%) ist als Fettkügelchen enthalten. Diese sammeln sich an der Oberfläche als Rahm, wenn ein Gefäß mit Milch ungestört steht, da sie sich durch ihre Beschaffenheit im hauptsächlich wässrigen Teil der Milch nicht in Schwebe halten können.

Mit dem Bearbeitungsverfahren der Homogenisierung werden die Fettkügelchen des Milchfettes auf einen einheitlichen Durchmesser gebracht. Somit wird das Aufrahmen verhindert.

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